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Die Mühle in LA mit beiden Turbinen

Lange vor Einsatz der Turbinen wurde die Mühle als sogenannte Bannmühle betrieben. Hierzu wurden alle Bauern verpflichtet in der Mühle mahlen zu lassen. Der jeweilige Besitzer achte peinlich darauf das sein Bann eingehalten wurde auch weil damit seine Einahmen verbunden waren.

 

Von der Mühle als Teilkomplex eines alten Burgstandortes ist leider nur noch die mittelalterliche Mühle mit einem Wehr, dem Mühlenteich und einem Wohnhaus erhalten. Durch die strategische Lage an der Kreuzung des alten Heerweges zwischen Köln und Soest und der Straße von Siegen über Olpe konnte hier wohl ein befestigter Platz entstehen. Besitzer waren die Familien von Oedingen, Letmathe, Werminghausen, Plettenberg und Wrede.

Letztlich waren es die „von Landsberg“ die den Burgkomplex 1866 endgültig durch eine Versteigerung niederlegten. Unbeschadet davon blieb unsere Mahlmühle, die auch nach dem 2. Weltkrieg noch einige Jahre von dem Vater des heutigen Besitzers betrieben wurde.

Das es die Mühle bereits vor dem 16. Jahrhundert am gleichen Standort gab, geht aus einem Bericht hervor, der zwischen 1600 und 1608 umfangreiche Umbauten an der Mühle beschreibt.

Dabei handelt es sich um eine konzertierte Aktion von „Arbeitsleuten..die gehorsamtlich erschienen“ ,wie Heinrich Balcke angibt: „…daß Caspar Müller und Caspar Huißhoff beides Zimmerleute, willig sind, daß Holzwerk zu machen…die Mauersleut als Johann Scheidemacher und Hermann Meßmacher die Mühle nach den Angaben des Herrn die eingefallene Mauer wiederum erstellen…das Johann Scheidemacher für sein Werk 9 Tage gemauert….Berndt Brüchen von Affeln 6 Tage an selbiger Mühlen gemauert…Johann Richters zu Affeln an der Mühlen 6 Tage gemauert, bekennt, daß ihm selbiges Geld von Henrichen erlegt(=bezahlt)…und selbst der Schmied von Volkringhausen legte Hand an.


Zugleich geben die Akten Auskunft über die Betreiber der Mühle. Denn in den Mühlenbaurechnungen werden die Ansprüche des Herrn Amtsdrosten Stefan von Wrede zu Melschede an Bernhard Flöcker und dessen Sohn Casper als die damaligen Betreiber der Mühle angeführt. Bernhard Flöcker war zu der Zeit Bürgermeister in Balve.

Leider gab es um 1632 beim Betrieb der Mühle auch einen Unfall mit tödlichem Ausgang. Mit der Folge, das die Witwe Rademacher als Frau des Müllers nach dem Unfalltod Ihres Mannes ausziehen musste. In der Zeit zwischen 1807-1829 wurde die Mühle von einem Müller Fartmann betrieben. Die Mühle wurde bis dahin als Pachtbetrieb geführt. Durch einen Vertrag im Jahre 1866 mit dem Müller Johann Stockebrand kam die Familie in den Besitz der Mühle.

Der Mühlenbann schloss Benkamp, Mellen, Kesberg und ganz Langenholthausen ein. In der Erzbischöflichen Mahlmühle in der Gransau mußten die Bauern aus Garbeck und Balve mahlen lassen.

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Historischer Verein "Quirinus"Langenholthausen e.V.